Stadtturm – Tøebíè

Eine bessere Aussicht auf die Stadt und das Land finden Sie in Tøebíè nicht. Der Turm wurde um das Jahr 1335 erbaut. Von dort aus meldete man Brände und sich nähernde Feinde. Auch die Uhrzeit wurde von hier aus geblasen. Die letzte Turmwache war Herr Bohumil Èecháèek, der die Wohnung in der Höhe des heutigen Umganges innehatte, und dessen Frau auf dem Turm bis zum Jahre 1956 wohnte. Sehr merkwürdig ist, dass der Turmwachmann die genaue Zeit nur in drei Richtungen meldete. Die Ursache dieses Brauches ist unbekannt, es blieb aber eine seltsame Legende erhalten.

Die Richtung, die verboten war, zeigte zum Friedhof und man kann vermuten, dass er die Ursache war. Den Toten durch lautes Tompetenblasen zu melden, wie spät es ist, war den Verstorbenen gegenüber unverschämt. Der Türmer Josef Troufal war ein Erzschelm und dazu mochte er noch Bier und träumte sehr gern, vor allem von seiner zukünftige Frau. Zu der Zeit hatte er aber nur das Bier und da er dadurch Mut aufbrachte, sagte er sich, dass er an diesem Tag wie jeder richtiger Türmer in alle vier Richtungen blasen wolle. „Die Toten sollen auch etwas Musik haben“, sagte er, wischte sich den Schaum vom Mund und blies kräftig in Richtung Friedhof. In dem Moment flog ihm die Trompete aus der Hand und an der Wange spürte er eine Hand. Von irgendwem bekam er eine Ohrfeige und er hörte eine Stimme: „Wenn du noch einmal die Toten weckst, wirst du nächstes Mal auf dem Kirchhof blasen“. Seitdem hat er es nicht mehr gewagt. Und dies wird auch den Turmbesuchern empfohlen.

Der Turm brannte seit seiner Erbauung ein paar Mal ab. Zum letzten Mal im Jahre 1822 und der ganze Teil über dem Umgang stürzte ab. Der Bau des neuen Turms wurde erst um vierzig Jahre später durch den Baumeister Karel Herzán beendet. Mit dem Bauende ist eine andere Geschichte verbunden, die man aber im Gegensatz zur ersten historisch bezeugen kann. Nach der anstrengenden Befestigung des eisernen Kreuzes, das auf der Turmspitze zu sehen ist, bekamen Karel Herzán und seine zwei Gehilfen zum Anstoßen drei Becher Wein. Nachdem sie ausgetrunken hatten, warfen sie sie aus dem Turm und die Scherben sammelten die Tøebíèer als Andenken. Der dritte Becher ging aber durch den Fall nicht kaputt. Karel Herzán brachte ihn nach Hause und seine Familie bewahrt ihn seitdem als eine seltene Reliquie. Die letzte Rekonstruktion im Jahre 1996 führte natürlich der Nachkomme des Tøebíèer Baumeisters Ing. Arch. Lubor Herzán aus.

Die Gesamthöhe des Turmes vom Terrain bis zur Kreuzspitze zählt 75 Meter. Über dem Umgang ist die größte Turmuhr in der Tschechischen Republik plaziert. Der Ziffernblattdurchmesser ist 5,5 m und der große Zeiger ist 2,34 m lang.

Öffnungszeiten:

Mai – September täglich   10:00-12:00, 13:00-18:00
Oktober – April nur auf Bestellung (568 610 021)

Eintritt:

Erwachsene: 30,- Kè
Kinder, Studenten, Senioren, Schulgruppen: 15,- Kè
Kinder bis 6 Jahren: frei

Kontakt:

Martinské námìstí
674 01 Tøebíè

Informaèní a turistické centrum
Karlovo nám. 53
674 01 Tøebíè
tel.: 568 847 070
775 707 502 (Mai - September)
e-mail: info@mkstrebic.cz

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