Windmühle

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Die Windmühle diente erstaunlicherweise nicht zum Mehlmahlen, sondern es wurden hier Fichten-, Kiefer- und Eichenrinde gemahlen. Tøebíèer aßen kein Brot aus Holzrinde; die Rinde benutzten in der Pulverform hiesige Gerber. Ihre Leder waren in der ganzen Region bekannt und deshalb brauchten sie wirklich viel Rinde. Sie fügten sie in eine sonderbare Lauge hinzu, in die sie die Leder eintunkten und damit alle Teile entfernten, die später auf dem Leder schimmeln könnten.  Zuerst mahlten die Rinde für die Gerber Tøebíèer Müller, aber es kostete sie so viel Zeit, dass sie nicht schaffen konnten das Mehl zu mahlen. Der Preis für die Lohe (so wurde der Pulver genannt) war unverhältnismäßig hoch und deshalb entschieden sich Brüder Budišovští, die die größte Gerberei in Tøebíè beßasen, eine eigene Rinden-Mühle zu bauen. Damit unterstützten sie nur die Eitelkeit der Müller.

Tøebíèer Müller hatten Angst, dass sie einen Einkommenteil verlieren und reichten dem Stadtrat ihre Beschwerde gegen den Bau ein. Das Mühlegeklapper soll die Pferde vergrämen, die Holzmühle sicher einen Brand verursachen, sie sollen zu den Verhandlugen nicht eingeladen worden sein und wer hat es je gesehen, dass Gerber eine Mühle bauen, da können sich die Zuckerbäcker einfallen lassen in Tøebíè Seeschiffe zu bauen und dass das ganze eigentlich ein Unsinn ist. Als der Stadtrat ihre Beschwerde als unbegründet ablehnte, wandten sie sich an die Obrigkeit und sie schückte geehrte Landeskomissare, um den Fall zu überprüfen.  Die Müller zerrten sich am Bart, klopften sich an die Stirn, überschütteten sich mit Mehl und auf verschiedene Art wießen darauf hin, dass die Mühle für Rinde gegen die Natur ist, aber es nutzte ihnen nichts. Die Kommission hat den Bau genehmigt.

Die Mühle wurde im Jahre 1836 gebaut und wurde zu einem unwegdenkbaren Bestandteil von Tøebíè und hiesiger Weihnachtskrippen, die man im Vysoèina Museum sehen kann. Die Rinde mahlte sie nur fünfzig Jahre und ihre Arbeit wurde bald von der Dampfmaschine übernommen. Seit dem Jahre 1934 wurde sie in eine Wohnung umgebaut und den Mietern diente sie bis zum Jahre 1977. In diesem Jahr wurde sie umfangreich rekonstruiert, bekam neue Windmühlenflügel und wurde in ihre ursprüngliche Form gebracht. Zur Mühle gelangen Sie auf der Hauptstraße aus Jihlava. Sie fahren über die Schienen und vor dem nächsten Eisenbahnübergang biegen Sie rechts ab. Die Mühle befindet sich gleich neben den Schienen. Momentan ist sie leider nur von außen zugänglich.

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Preis ab: 27.0 € Person/Nacht
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